MUSS ES IMMER BITTER SEIN?

Wer an italienische Spirituosen und Liköre denkt, der kann sich nicht dagegen wehren, über kurz oder lang bei Campari oder Aperol zu landen. Kein Wunder, denn die italienischen Bitter Apéritive sind nicht nur in ihrer Heimat bekannt und begehrt, sondern inzwischen weltweite Klassiker. Dabei sind sie weder von der Gartenparty, auf der an Sommerabenden Aperol Spritzz gereicht wird, wegzudenken noch von der Klassiker-Karte guter Bars, wo ein Negroni oder Boulevardier nicht fehlen darf.

Bekannt sind Aperol und Campari auch deshalb, weil der Mutterkonzern , die Campari Group, riesige Marketingkampagnen über TV- und Kinowerbung fährt – verknüpft oft mit einem bekannten Testimonial wie Eva Green oder Selma Hayek.

So schaffen es die Italiener immer wieder, Cocktailfans auf der ganzen Welt (und natürlich auch mich) aufs Neue zu begeistern. Und trotzdem: Nach vielen Negronis, Boulevardiers und Americanos stellte sich mir die Frage, ob es bei italienischem Apéritif auch wirklich immer ein Bitterapéritif sein muss.

Auf der 069 Spirits im vergangenen Jahr habe ich endlich eine Antwort auf diese Frage gefunden. Am Stand von Perola Fine Spirits kostete ich zum ersten Mal einen White Negroni mit Italicus Rosolio di Bergamotto, also einem italienischen Bergamott-Likör. Und was soll ich sagen, ich war hin und weg!
Seitdem ist einige Zeit vergangen, die ich genutzt habe, um mich ausgiebig mit Italicus zu beschäftigen und einige eigene Kreationen zaubern.

Denn gerade wenn es darum geht, leicht angestaubte Klassiker neu zu beleben und zu interpretieren, ist der Italicus Likör einfach eine perfekte Möglichkeit. Ein Blick auf die letzten Jahre zeigt, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin: Bartender auf der ganzen Welt experimentieren mit Italicus und klassischen Drinks.

Zwei von dieser Sorte stelle ich euch hier einmal vor:

Momentan in aller Munde, an allen Bars und einfach überall präsent: der Negroni.
Ein Zusammenspiel aus Bitterapéritif, Wermut und Gin – mit diesem simplen Rezept ist der Negroni der Inbegriff der Italienischen Day Drinking Kultur.

Ersetzt man nun den Bitterapéritif durch Italicus Likör und setzt statt kräftigem rotem Wermut die etwas leichtere weiße Variante ein, so erhält man eine sehr schöne, leicht sommerliche Variation, die man natürlich am besten in einer Bar an der italienischen Amalfy-Küste genießt.

WHITE NEGRONI

Zutaten:

4cl Italicus Rosolio di Bergamotto
4cl Gin (ich empfehle den fruchtigen Brockman´s Gin)
3,5cl weißer Wermut (Werner Wermut RG White)

Zubereitung:

Alle Zutaten in ein Rührglas geben und mit Eis verrühren bis der Drink eiskalt ist.
Anschließend in einen Tumbler auf frisches Eis abseihen und mit einer gedörrten Orange garnieren.

 

Auch meine zweite Empfehlung ist ein absoluter Klassiker. Eine Kombination aus amerikanischem Bourbon, Campari und kräftigem rotem Wermut: der Boulevardier.

Hier empfehle ich, den Campari durch Italicus Likör zu ersetzen und anstelle des Bourbons zu einem leicht rauchigen Single Malt Whisky zurückzugreifen. Abgerundet wird das Ganze durch einen süßen, weißen Wermut.

VIALADIER

Zutaten:

2cl Italicus Rosolio di Bergamotto
2cl weißer Wermut (Werner Wermut RG White)
3cl Wolfburn Morven Single Malt Whisky

Zubereitung:

Alle Zutaten mit Eis in ein Rührglas geben und verrühren bis der Drink eiskalt ist.
Anschließend in eine Cocktailschale abseihen.

 


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